Gesellschaft Deutscher Chemiker

Medizin

Gentherapie gegen Bluterkrankheit

Nachrichten aus der Chemie, Januar 2026, Seite 71, DOI, PDF. Login für Volltextzugriff.

Von Wiley-VCH zur Verfügung gestellt

Blutungen, chronische Schmerzen, wöchentliche Spritzen – Marvin M. leidet an Hämophilie B. Erstmals in Deutschland wurde dieser Typ der Bluterkrankheit durch Gentherapie behandelt. Dies erhöht Marvins Lebensqualität, doch die Wirkung ist begrenzt.

Marvin M. leidet an Hämophilie B, einer Blutgerinnungsstörung. Erstmals wurde in Deutschland diese seltene Form der Erkrankung mit Gentherapie behandelt. Die einmalige Gentherapie ersetzt nun die Dauerbehandlung.

Das Blut von Hämophilie-B-Patienten gerinnt langsamer, da ein Gerinnungsfaktor defekt ist. Die Folge sind ungewöhnlich starke Blutungen, auch spontan im Körper. Betroffene müssen sich den intakten Gerinnungsfaktor spritzen, um das Blutungsrisiko kurzfristig zu senken.

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Hämophilie-B-Gentherapie: Das Gen für den Gerinnungsfaktor XI ist bei Hämophilie-B-Patienten defekt; sie produzieren ein fehlerhaftes Protein. Zur Therapie schleust ein genetisch verändertes adeno-assoziiertes Virus (AVV) ein g

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