Gesellschaft Deutscher Chemiker

Meinungsbeitrag

Grenzen öffnen für Innovation

Nachrichten aus der Chemie, Januar 2026, Seite 47, DOI, PDF. Login für Volltextzugriff.

Von Wiley-VCH zur Verfügung gestellt

Weltweit verschärfen Länder ihre Einwanderungsregeln. Die Trump-Regierung hat etwa selektive Einreiseverbote eingeführt, und Fachkräfte mit Hochschulabschluss müssen nun 100 000 Dollar zahlen, wenn sie mit einem H-1B-Visum in den USA arbeiten wollen [Nachr. Chem. 2025, 73(11), 5].

Weil durch solche Restriktionen weniger ausländische Fachkräfte Zugang zum nationalen Arbeitsmarkt haben, sollen mehr einheimische eingestellt werden. Allerdings tun dies multinationale Unternehmen nicht, die in mehreren Ländern produzieren, forschen und Produkte vertreiben, wie eine Studie der Ohio State University und der Temple University zeigt. Stattdessen verlagern sie seit Einführung der Restriktionen ihre Forschung und Entwicklung (F&E) ins Ausland.1)

Ein Grund: In F&E-intensiven Branchen wie Chemie und Pharma können Einheimische den Bedarf an Fachkräften nicht decken. Um das zu kompensieren, bauen multinationale Unternehmen F&E-Standorte im Ausland auf oder aus und vernetzen ihre örtlich getrennten Teams digital. Das Pharmaunternehmen Sanofi und das Elektronikunternehmen Nvidia beispielsweise haben im Jahr 2025 Teile ihrer F&E-Abteilungen aus den USA nach

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